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Behandlung, Vorbeugung und Vorsorge
ProstataadenomDie Benigne Prostatahyperplasie liegt bei 70% der Männer über 50 vor, auch wenn natürlich nicht alle behandlungspflichtig werden. Folgende Risikofaktoren sind bekannt:
- Alter
- Westliche Ernährung
- Androgene Umwelteinflüsse der Industriegesellschaft
Im Anfangsstadium können einerseits Medikamente verabreicht werden, die auf die Muskulatur der Blase und der Prostata entspannend wirken (Alphablocker) und andererseits solche, die die Größe der Prostata vermindern (Finasterid). Pflanzenpräparate (Phytotherapie) haben ihre Berechtigung bei vorwiegend irritativen Beschwerden (Reizbehandlung).
Ist die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten und sprechen medikamentöse Behandlungen nur unzureichend an, erfolgen operative Behandlungsverfahren der Prostata.
Operative Behandlungsverfahren:
- Prostataresektion (TURP)
Hier wird die Prostata durch die Harnröhre ausgeschält, der Randbereich bleibt zurück.
- offene Prostataenukleation
nach Bauchschnitt wird das Prostatagewebe aus der Kapsel gelöst
- Lasertherapie
das Prostatagewebe wird durch Laseranwendung karbonisiert
- Thermotherapie
das Prostatagewebe wird durch Mikrowellenthermotherapie auf 70 bis 80 Grad erhitzt und denaturiert
- Nadelablation
durch Einstechen einer Nadel in den Mittellappen der Prostata wird dieser erhitzt und verbrannt
- Evaporisation
das Gewebe wird durch eine Rollelektrode verdampft
- Kryobehandlung
mittels Flüssigstickstoff wird das Prostatagewebe vereist
Deshalb sollte in jedem Fall zur Abklärung und Behandlung der Urologe aufgesucht werden. Er wird den Patienten über die Vorgehensweise entsprechend beraten.
Prostatakarzinom
Wichtigste Maßnahme zur rechtzeitigen Erkennung ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung.
Bekannte Risikofaktoren sind:
- familiäre Belastung
- westliche Ernährung (Fettleibigkeit, vermehrter Verzehr tierischer Fette)
- Kadmiumbelastung
Schützende Substanzen:
- "Phytoöstrogene" sind Substanzen, die aus Pflanzen gewonnen werden und eine schwache Östrogenwirkung haben (Östrogene sind eigentlich die weiblichen Sexualhormone, die jedoch in geringer Konzentration auch im männlichen Organismus zu finden sind). Phytoöstrogene sind in Soja, Tee, Früchten (z. B. Äpfeln) und Gemüsen (z. B. Zwiebeln) zu finden.
- Vitamine: Vitamin C, D und E
- Spurenelemente: Selen
- Getreide
Behandlungsmethoden:
Ist jedoch ein Prostatakarzinom erst einmal festgestellt worden, kommen als Therapie in Abhängigkeit von der Ausdehnung des Befundes folgende Behandlungsmethoden in Betracht:
- Operative Entfernung der gesamten Prostata (radikale Prostatektomie)
- Strahlentherapie
- Bestrahlung von außen
- Spickung der Prostata mit radioaktiven Stäbchen (seeds)
- Hormonentzugstherapie

